Die Herausforderung begann nicht mit einem fehlenden Film.
Der DRK-Kreisverband Böblingen hatte einen hohen Bedarf an Pflegefachkräften und ergänzend Pflegehilfskräften. Im Großraum Stuttgart konkurrierten viele Arbeitgeber um dieselbe Zielgruppe. Bereits eingesetzte Printmedien und eigener Social-Media-Content hatten nicht die gewünschten Bewerbungen gebracht.
Es fehlte nicht an offenen Stellen oder Recruitingaktivität. Benötigt wurde eine Ansprache, die den tatsächlichen Arbeitgeber zeigt, die passende regionale Zielgruppe erreicht und den Weg zur Bewerbung vereinfacht.
Stellen waren sichtbar. Der Arbeitgeber zu wenig.
Austauschbare Stellenanzeigen trafen auf einen stark umkämpften Arbeitsmarkt. Der DRK-Kreisverband war als Arbeitgeber online nicht emotional, authentisch und differenziert genug sichtbar. Potenzielle Bewerberinnen und Bewerber sahen Stellenangebote, aber zu wenig von den Mitarbeitenden, dem Arbeitsumfeld und der Atmosphäre.
Kommunikation musste deshalb persönliche Einblicke geben und Vertrauen schaffen. Gleichzeitig musste sie regional präzise ausgespielt werden, damit sie die gesuchten Pflegekräfte tatsächlich erreicht.
Erst das Ziel. Dann das Werkzeug.
Nicht möglichst viele Klicks, sondern relevante Bewerbungen aus der Region. Im Mittelpunkt standen wechselwillige, deutschsprachige Pflegefachkräfte mit abgeschlossener Ausbildung und ergänzend Pflegehilfskräfte mit den erforderlichen Voraussetzungen im Umkreis von etwa 30–35 km um Böblingen.
Ein glaubwürdiger Arbeitgeberauftritt und ein einfacher, vorqualifizierender Bewerbungsfunnel sollten die Bewerbungshürde senken und einen nachvollziehbaren Recruitingprozess ermöglichen.
Nicht nur einen Film produzieren. Ein Recruiting-System bauen.
Ein authentischer Recruitingfilm mit echten Mitarbeitenden bildete die kommunikative Grundlage. Mitarbeitenden-Interviews, Fotografie und Drohnenaufnahmen ergänzten die Arbeitgeberkommunikation. Der Content wurde mit einem vorqualifizierenden Bewerbungsfunnel und regional ausgesteuerten Meta Ads auf Facebook und Instagram verbunden. Kampagnenbetreuung und monatliches Reporting gehörten zur Lösung.
So sollte aus Aufmerksamkeit ein konkreter Bewerbungsprozess werden. Bewusst keine isolierte Videoproduktion ohne Ausspielung, keine alleinige Hoffnung auf organische Reichweite und keine anonyme Standard-Stellenanzeige als einzige Maßnahme.
Vom Verstehen zur Umsetzung.
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Verstehen
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Einordnen
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Entscheiden
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Umsetzen
Verstehen: Recruitingbedarf, Standort, bisherige Maßnahmen und Zielgruppe analysieren. Schwerpunkt waren Pflegefachkräfte und ergänzend Pflegehilfskräfte aus dem regionalen Umfeld.
Einordnen: Prüfen, warum bisherige Stellenanzeigen und Inhalte die benötigten Pflegekräfte nicht ausreichend erreichten. Arbeitgeberrealität, Wettbewerb im Großraum Stuttgart und Bewerbungsweg gemeinsam betrachten.
Entscheiden: Authentischen Recruiting-Content mit echten Mitarbeitenden erstellen und mit einem einfachen, vorqualifizierenden Bewerbungsweg sowie regionaler Ausspielung verbinden.
Umsetzen: Recruitingfilm, Fotos, Mitarbeitenden-Interviews und Drohnenmaterial an einem Content-/Recruiting-Drehtag produzieren. Den Funnel aufbauen und die Meta-Kampagne für einen Umkreis von etwa 30–35 km um Böblingen einrichten. Über rund drei Monate betreuen, laufend auswerten und dem Kunden monatlich berichten.
Die Arbeit im Zusammenhang.
Recruitingfilm, Fotografie, Mitarbeitenden-Interviews, Drohnenaufnahmen, Bewerbungsfunnel, Meta Ads auf Facebook und Instagram, Kampagnenbetreuung und monatliches Reporting.
Externer Inhalt – beim Öffnen gelten die Datenschutzbestimmungen von Vimeo.
Was lässt sich belegen?
Innerhalb der ersten 60 Tage gingen 90 Bewerbungen über den Recruiting-Funnel ein.
Die Kampagne lief insgesamt rund drei Monate. Das Media-Budget betrug im ersten Monat etwa 50 € täglich und in den beiden Folgemonaten jeweils etwa 30 € täglich. Insgesamt wurden rund 3.300 € Media-Budget eingesetzt.
Der Kunde erhielt laufende Kampagnenbetreuung und monatliche Reportings. Das Ergebnis entstand im Zusammenspiel von Content, vorqualifizierendem Funnel, regionaler Ausspielung und Betreuung. Die 90 Bewerbungen werden nicht als Ergebnis des Films allein dargestellt.
Was andere Unternehmen daraus mitnehmen können.
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Ein Recruitingfilm allein löst kein Recruitingproblem. Er wird erst wirksam, wenn Botschaft, Zielgruppe, Ausspielung und Bewerbungsweg zusammenpassen.
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Authentizität schlägt Austauschbarkeit. Echte Mitarbeitende und reale Einblicke machen Arbeitgeberkommunikation glaubwürdig und können Vertrauen schaffen, das generische Stellenanzeigen allein kaum vermitteln.
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Reichweite ist nicht das Ziel. Passende Bewerbungen sind es. Regionale Ausspielung und Vorqualifizierung verbinden Aufmerksamkeit mit einem konkreten Recruitingprozess.